re:director
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Barrierefreie Forumlare (Teil 2)
November 26, 2005 on 10:17 pm | In WAI-Praxis | No CommentsSetzen wir bei der Thematik der barrierefreien Formulare gleich mit dem Thema “Usability” (Benutzbarkeit) von barrierefreien Formularen im Internet fort. Im ersten Teil ging es vor allem um die Reihenfolge von Information und Hinweisen. Befassen wir uns etwas näher mit dem Thema Formulare und sehen wir uns an, welche Abfragen dabei oftmals gemacht werden.
Name vor Vorname?
Ein praktisch nie beachtetes aber gar nicht unwesentliches Kriterium für eine barrierefreie Anwendung ist die Frage der Reihenfolge bei Formularfeldern. Wieder ist es absolut wichtig sich beim Erstellen eines barrierefreien Webformulares eindeutig vor Augen zu halten, dass die Formularfelder hintereinander ausgelesen werden. Zu zahllosen Mißverständnissen und kleineren Ärgernissen führen daher Formulare, die entweder nicht eindeutig in der Abfrage oder falsch verständlich in der Reihenfolge sind. Klassiker hierbei sind zuerst die Abfrage nach “Name” und im nächsten Feld nach “Vorname” - wer hat da nicht schon den vollständigen Namen (Vor- und Zuname) bei “Name” hingeschrieben?
Selbes passiert natürlich regelmäßig auch mit der Abfrage “Adresse” und anschließend dann plötzlich “Ort” und danach noch “Postleitzahl”. Entwickler die es genauer nehmen, laufen aber auch Gefahr den Fehler zu machen: Nach der “Straße” dann die “Hausnummer” abzufragen ist genauso problematisch. Während die einen beginnen bei Adresse fleißig die Strasse, die Postleitzahl und den Ort hinzuschreiben, gehen andere dazu über die Postleitzahl beim Ort hineinzutippen. Auch diese Formulare sind ein Ärgernis, die Felder sollten daher genau bezeichnet werden und nicht mit allgemeinen Termen beschrieben werden.
Wie begegnet man diesem Phänomen? Am Einfachsten ist es dieses Problem damit abzustellen, dass man auch gleich ein technisches Kritierum für WAI-AAA erfüllt. Dort heißt es zum Thema Formulare:
Until user agents handle empty controls correctly, include default, place-holding characters in edit boxes and text areas.
Es handelt sich dabei um den WAI-Checkpoint “10.4″ und damit ist gemeint, dass Formulare vorausgefüllt werden sollten, weil manche Benutzeragenten (also Anwendungen zum Bedienen der Webseiten) mit leeren Formularfeldern nicht umgehen können. Diese Vorgabe kombiniert mit der oben angesprochenen Problematik macht klar, wie das Ergebnis aussehen könnte:
Der Code dafür würde etwa so aussehen:
<label for="Vorname">Vorname</label>
<input name="Vorname" type="text" id="Vorname"
value="Max"><br><label for="Zuname">Zuname</label><input name="Zuname" type="text" id="Zuname" value="Mustermann">
<br><label for="Strasse">Strasse</label> <input name="Strasse" type="text" id="Strasse" value="Musterweg"> <br><label for="Hausnummer">Hausnummer</label> <input name="Hausnummer" type="text" id="Hausnummer" value="33/3"> <br><label for="Postleitzahl">Postleitzahl</label> <input name="Postleitzahl" type="text" id="Postleitzahl" value="9999"> <br><label for="Ort">Ort / Gemeinde</label> <input name="Ort" type="text" id="Ort" value="Musterdorf">
Polizei auf der Suche…
November 16, 2005 on 12:39 am | In re:Life | 7 CommentsZwei Polizisten betreten um ca. 22:30 Uhr eine Bar in der Wiener Schottenfeldgasse, ich sitze selbst an der Bar. Sie beantworten dem etwas verwunderten Barkeeper zunächst keine Frage, auch nicht - warum sie hier sind und ob sie etwas bestimmtes suchen. Stattdessen befragen die beiden Polizisten die Gäste in der Bar mit etwas seltsamen Fragen. Eine Gruppe von vier jungen Männern, die an der Bar stehen und sich unterhalten zum Beispiel:
Gehören Sie vier zusammen? Kennen Sie vier sich? Sind Sie auch gemeinsam gekommen?
Verwunderte Gesichter in der Bar ob solcher Fragen. Bald darauf lüftet sich das Geheimnis, die emsige Polizei von Wien sucht einen wirklich schweren Verbrecher. Ein Mann mit dunklen Haaren und einer blauen Jacke hat in der Schottenfeldgasse ein Baugerüst bestiegen und zwei Bewohner des Hauses haben die Polizei gerufen und Anzeige erstattet.
Was für ein Glück, dass es sonst keine Sorgen in dieser schönen Stadt gibt. Passender Kommentar von jemandem, der wohl hier nicht genannt werden braucht…
Wenn’st an Einbruch hast - brauchen’s anahalb Stunden! Wenn ana auf a Baugrüst kraxlt, sans sofort do.
Hidden, emotional Branding und Netzidentitäten
November 10, 2005 on 7:55 pm | In re:Publik | 19 Comments
Netzidentitäten und “Hidden Emotional Branding” waren das Thema bei jener Podiumsdiskussion am Dienstag Abend, 8. November, bei der ich statt nur dabei gleich mittendrin sein durfte - als Moderator. Die Veranstaltung fand im Wiener Cafe Leopold statt. Meine Gäste am Podium waren (auf dem Bild zu sehen, ich selbst ganz links):
- Mag. Margaritha Köhl, Universität Wien, Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften
- Mag. Christian Bezdeka, selbstständiger Industriedesigner
- Mag. Gerlinde Zehetner, Marketingleiterin seniorkom.at, ECHO Medienhaus
- Mag. Marion Breitschopf, CEO MediaClan (Projekte wie love.at oder blackbox.net)
Neben den Podiumsteilnehmern ist noch Leopold Ziereis von DMB zu sehen. Eigentlich war der Abend recht gelungen, wenn nicht ein Kellner zwischendurch die Stromversorgung und damit sowohl den Videobeamer als auch die Beleuchtung und die Mikrophonanlage ausser Kraft gesetzt hätte.
Empfehlen kann ich das Cafe Leopold allen, die einen Kaffee trinken gehen wollen - aber aufgrund der Location-Art niemandem der eine Podiumsdiskussion veranstalten will. Die Veranstaltung dauerte von ca. 19:45 Uhr bis 21:15 - eineinhalb Stunden diskutierte das Podium sehr kurzweilig, Publikumsfragen gingen an alle TeilnehmerInnen und adforum-Chef Leopold Ziereis verabschiedete anschließend alle TeilnehmerInnen am Podium mit jeweils eine kleinen bis größeren Spitze…
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